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Es liegt an uns!

30. Oktober 2017 0 Kommentare
Ich bin mir sicher, Du kennst die Metapher des halb vollen versus halb leeren Glases. Und kannst es nicht mehr hören? Ich kann’s verstehen… wenngleich dieses Glas so viel Wahrheit beinhaltet!

Versuchen wir es anders. Der morgendliche Stau am Weg in die Arbeit. Es nervt. Der tägliche Zeitverlust…. Andererseits: Der Stau ist von Deinem Grant genau null beeindruckt. Deshalb verzieht er sich kein bisschen schneller. Und merkst du etwas? Ja genau, Du bist der Stau! Wir alle sind „der Stau“. Genauso wie wir alle „der Staat“ sind.

Und von Karl Valentin ist ein wunderbares Bonmot überliefert: Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

Du hast bestimmt schon erkannt, worauf ich hinaus will: ES LIEGT AN UNS! Es liegt an Dir, es liegt an mir, wie wir unser Leben, wie wir die Dinge betrachten, beurteilen und darauf reagieren bzw. welche Schlüsse wir daraus ziehen und welche Handlungen wir folglich tätigen.

An dem Punkt setzen Heide-Marie Smolka und Katharina Turecek mit ihrem Buch Zum Glück mit Hirn. Ein verlockendes Angebot für Glücksskeptiker an: „Sie haben die Wahl, etwas zu verändern! Sie können in Selbstmitleid versinken, sich das Jammern zur Gewohnheit machen und Ihre Umgebung damit anstecken oder aber Sie werden aktiv und halten Ausschau nach effektiven Strategien“. Glück kann man lernen, so die Überzeugung von Smolka und Turecek, und da kommt das Hirn ins Spiel.

Das Buch ist wahrlich ein Arbeitsbuch mit vielen Übungen in Babyschritten, wie die Autorinnen es nennen. Die Konzentration auf den Atem samt der Innenschau der Gefühle finde ich besonders schön und gewinnbringend. Ein „quick win“ sozusagen. Das Buch hilft, in Eigenregie ein gutes Stück voranzukommen. Für den Anfang braucht es keinen Semesterkurs in Meditation und Mentaltraining (den man dann ja doch nie macht, weil es zu viel Überwindung kostet); in der Straßenbahn – oder im Stau! – kurz die Augen schließen und ein paar Mal tief durchatmen – auch das ist Meditation, und wirkt Wunder, wenn man von Turbo, Wut oder Jammer (am besten über den Neutralpunkt) wieder in die Muße kommen will.

Wie? Was? Turbo? Neutralpunkt? Zum Glück mit Hirn alles nachzulesen im jüngsten Buch von Glücksforscherin Heidi Smolka (www.glueckstraining.at). Gemeinsam mit der Kognitionswissenschafterin Katharina Turecek hat sie ein Modell zur Steigerung der emotionalen Intelligenz entwickelt – oder wie sie es nennen: sich gekonnt im Stimmungsraum bewegen, zwischen Turbo, Wut, Jammertal und Muße.

Evelyn Pammer

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