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Schlaflos

1. November 2017 0 Kommentare
Guter Schlaf ist ein Glücksfaktor. Auch deshalb ist es alarmierend, dass die Zahl der Menschen, die unter Schlafstörungen leidet – so eine Studie – stark zugenommen hat.

In einer GfK-Umfrage für das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ in Deutschland bekannte sich fast jeder Dritte (32,3 Prozent) dazu, zumindest gelegentlich unter Schlafstörungen zu leiden. Bei der letzten derartigen Untersuchung im Jahr 2015 war es nur jeder Vierte (26,3 Prozent), und zwei Jahre davor hatten darüber noch weniger Menschen – nämlich 23,3 Prozent geklagt. Besonders stark hat, wie sich zeigte, der Anteil jener Leute zugenommen, die selten aber doch an Schlafstörungen leiden. 2015 zählte man 53,2 Prozent und nun sind es plötzlich enorme 71,7 Prozent geworden.

Lebensstil

Experten sehen den modernen Lebensstil als Ursache dieser Entwicklung. „Wir haben den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus verloren, der sich an Hell und Dunkel orientiert“, sagt Professor Jörg Lindemann, Schlafmediziner am Uniklinikum Ulm. Die Auswirkungen des Schlafmangels auf die Leistungsfähigkeit sowie das Unfallrisiko im Straßenverkehr sind enorm. In der Umfrage räumte jede siebte Autofahrer (14,5 Prozent) ein, schon mal am Steuer während der Fahrt kurz eingenickt zu sein. Studien weisen zudem darauf hin, dass mangelnde Schlafqualität unter anderem auch das Risiko für Depressionen erhöht.

Von einer Schlafstörung sprechen Fachleute, wenn der Patient länger als einen Monat mindestens dreimal in der Woche schlecht schläft. Ursachen können Krankheiten oder auch problematische Gewohnheiten sein. Zum Beispiel, so Lindemann, schwere Mahlzeiten und Alkohol am Abend. Laut GfK-Studie nutzen 17,4 Prozent der Befragten mehrmals im Monat Alkohol zum Abschalten. Dieser sei aber nicht, wie vielfach angenommen, eine Schlafhilfe, sondern habe eine gegenteilige Wirkung. Wichtig sei auch, sagt der Professor, Regelmäßigkeit: „Menschen mit Schlafproblemen sollten immer zur gleichen Zeit aufstehen und auf ein Nickerchen zu Mittag verzichten.“

 

http://www.presseportal.de/pm/52678/3775733

KK

Foto: Stocksnap, pixabay.com

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