Forschung

Wie geht’s den Chefs?

15. November 2017 0 Kommentare
Das Glück der Chefitäten könnten, wie eine Untersuchung feststellt, erheblich größer sein. Vor allem fehlt offenbar auch vielen von ihnen ein wesentlicher Motivationsfaktor – nämlich Lob.

Der aktuelle Hernstein Management Report – er erhebt ein jährliches Stimmungsbild unter Führungskräften und Unternehmern in Österreich und Deutschland – blickt tief in die Seelen der Managerinnen und Manager. Beachtliche 90 Prozent von ihnen sind nach eigener Darstellung motiviert, in der Arbeit ihr Bestes zu geben. Und rund vier Fünftel der Befragten bezeichnen das eigene Unternehmen als sehr guten Arbeitsplatz. Doch es gibt auch erhebliche Schattenseiten: Knapp ein Drittel der Befragten beklagt, dass ihre Vorgesetzten ihre Arbeit im Unternehmen zu wenig wertschätzen und jeder Zehnte aus der Chefetage scheint schwerst frustriert zu sein und beurteilt alle abgefragten Kriterien negativ.

Freiräume

Der Report erhob auch die Top-Kriterien für die Zufriedenheit der Führungskräfte: Auf Platz eins liegen ex aequo Freiräume und Eigenverantwortung sowie die gute Arbeitsbeziehung im eigenen Team mit jeweils 78 Prozent. Dicht auf den Fersen sind Wertschätzung und Anerkennung der eigenen Leistung (77 Prozent). Auf Rang drei liegt ein gutes Basisgehalt (70 Prozent), gefolgt vom Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz (68 Prozent).

Wichtig ist auch die Frage, wie eng die emotionale Bindung an das Unternehmen ist. Die erstaunliche Antwort darauf: Ein Viertel der Befragten ist gedanklich bereits auf dem Sprung zu einem anderen Arbeitgeber. Wobei Top-Führungskräfte mit 80 Prozent Zustimmung deutlich mehr Bindung an den Betrieb haben als die Kolleginnen und Kollegen im unteren Management. Sie bringen es nur auf 68 Prozent.

Und wie verlockend ist der Faktor Geld wenn es darum geht, zu wechseln? Rund ein Viertel der Führungskräfte ist für mehr Gehalt dazu zu bewegen. Sogar dann, wenn der neue Job wesentliche Nachteile mit sich bringt. Was nicht überraschend kommt: Besonders jene, die Wertschätzung vermissen, sind bereit, für eine bessere Bezahlung dem bisherigen Arbeitgeber den Rücken zu kehren.

KK

Foto: pexels, pixabay.com

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