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Schwestern sind für immer

20. November 2017 0 Kommentare
glueckszeitung.at-Autorin Evelyn Pammer widmet diese heitere und auch besinnliche Geschichte allen Schwestern dieser Welt. Aber ganz besonders ihrer jüngeren Schwester Liz zu ihrem 27. Geburtstag .

Schwestern sind ein ganz großes Glück! Ich darf mich glücklich schätzen, zwei solch wunderbare Wesen in meinem Leben zu haben. Eine ältere und eine jüngere. Immer wieder hört man, das Sandwichkind hätte es am schwierigsten. Ich kann das so nicht bestätigen, ich habe es geliebt, „die Mittlere“ zu sein. Einerseits kann man schon und darf man schon Verantwortung übernehmen und kann „herumg’schafftln“ mit der kleinen Schwester; andererseits muss man noch nicht und hat noch Welpenschutz, denn das Fett kriegen traditionellerweise die Älteren ab, die es ja schon besser wissen müssten. Der Gescheitere gibt nach – was für eine komische Logik. Deshalb regieren Deppen die Welt, würde mein Freund hier schmunzelnd ergänzen.

Vornamentausch

Liebe Schwestern, ihr verzeiht, wenn ich zugebe, dass ich gerne auch einen Bruder gehabt hätte. Ob älter oder jünger, darüber hätte ich mit mir verhandeln lassen. Spannend, dass so ein Bübchen durchaus auch der Wunsch meiner Eltern war. Noch spannender, dass ich der Bub hätte sein sollen und sie sich nicht einmal einen Mädchennamen überlegt hatten für mich, so überzeugt waren sie von dieser Idee. Die Legende erzählt, dass dann kurzerhand Vornamen getauscht wurden zwischen mir und meinem fast gleichaltrigen Cousin, denn mein Cousin Peter hätte eine Evelyn werden sollen und ich ein Peter. Nachdem ich sehr zufrieden bin mit dieser Namenswahl, will ich es ihnen nachsehen. Ja, ok, vielleicht war ich ein keckes „Lausmäderl“ – aber den Stehsatz „Is huit dou a vagrona Bua!“ (Wer kann’s übersetzen?) hat man mir für meinen Geschmack dann doch ein bisserl zu oft unter die Nase gerieben.

Die Jahre ziehen ins Land und so werden aus dem süßen Dreimäderlhaus drei junge Frauen, die alle ihre Wege und Umwege gehen. Wie oft war ich neidisch auf das Nesthäkchen, weil sie in meinen Augen ALLES durfte und ich NICHTS. Wie oft war ich grantig auf die Große, weil sie im Gegensatz zu mir abends schon weggehen durfte oder mich wieder mal nicht zu ihrer Freundin mitnahm. Heute ist all das irrelevant und dennoch sehr relevant, dass wir all das miteinander erlebt haben. Eine Schwester bleibt eine Schwester bleibt eine Schwester.

Daher widme ich diese Hommage allen wunderbaren Schwestern, heute aber ganz besonders meiner jüngeren Schwester Liz zu ihrem 27. Geburtstag! Ganz nach dem Motto: Ich lächle, weil du meine Schwester bist – und ich lache, weil du nichts dagegen tun kannst!

Unser Bild: Evelyn (links) und Liz Pammer.

Foto: Pammer

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