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Glücksdusche im Kino

28. November 2017 0 Kommentare
glueckszeitung.at sucht Storys mit „Happy End“ – und nimmt damit Bezug auf ein kostbares Stück Filmgeschichte, das uns bis heute bewegt.

Das, was einst im „Lichtspieltheater“ begann, hatte sehr viel mit der Sehnsucht nach Glück zu tun. Blicken wir ins Jahr 1927 zurück. Damals machte der Tonfilm, die wohl größte Revolution der Filmgeschichte, die Stars der bislang bewunderten Stummfilme  plötzlich hörbar. Und er ließ die Storys damit noch mehr knistern. Die Folgen waren enorm: Ende der 1920er Jahre stürmten in Deutschland täglich etwa zwei Millionen Menschen bereits über 5.000 Filmpaläste und Kinos. Und im Jahr 1930 gab’s dann noch eine Sternstunde der besonderen Art für das Starwesen: Marlene Dietrich ist als „Der blaue Engel“ gleich im ersten großen deutschen Tonfilm, wie es damals euphorisch hieß „unsterblich“ geworden und sofort zum Weltstar aufgestiegen. Und die Handlungen? Es dominierten einfach gestrickte Muster von heiler Welt und nach diversen Höhen wie auch Tiefen gab es stets das „Happy End“.  Und das war eine Art Glücksdusche im Kino!

Packende Storys

Mit der Weltwirtschaftskrise schien die große Film-Party zunächst vorbei zu sein, denn für große Produktionen fehlten die Geldgeber. Und doch kam alles ganz anders, weil die Menschen offenbar weiterhin Ablenkung von ihrer tristen Lebenssituation, von Not, Arbeitslosigkeit und akutem Mangel an Perspektiven suchten. Die Lichtspieltheater wurden weiter gestürmt. Für eine kleine Dosis heiler Welt, für ein bisschen Glück, war man bereit, auch auf den Notgroschen zurückzugreifen. Packende Storys, große Stars und eben das Happy End waren weiterhin sehr gefragt. Daran hat sich bekanntlich bis heute wenig geändert!

Verraten Sie uns eine persönliche Story mit Happy End? office@glueckszeitung.at

AZ

Foto: geralt/pixabay.com

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