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Dr. Internet

12. Dezember 2017 0 Kommentare
Der gefragteste Mediziner unserer Zeit heißt „Dr. Internet“, wie eine große Untersuchung in Deutschland ergab. Eine immer wichtigere Rolle spielt auch der Erfahrungsaustausch unter Patienten.

Fast 80 Prozent der Internetnutzer suchen online nach Informationen über Krankheitsbilder, Behandlungsmöglichkeiten und Gesundheitstipps oder auch nach Ärzten, Krankenhäusern oder Medikamenten. Das ergab eine Untersuchung im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI).

Dabei geht es, wie sich zeigte, nicht nur um das Sammeln von Informationen für den eigenen Bedarf. Immer öfter wird das Internet auch als Kommunikationsplattform verwendet, um mit eigenen Erfahrungen und Informationen anderen Menschen zu helfen. 18 Prozent der im Rahmen der Studie Befragten geben Tipps in Online-Foren, 13 Prozent teilen eigene Krankheitserfahrungen.

Medikamente

Schon sehr stark wird das Internet zum Kauf von Medikamenten genutzt. 61 Prozent der Nutzer haben, wie es heißt, bereits online Medikamente bestellt. Ein Detail dazu: je höher das monatliche Haushaltsnettoeinkommen ist, desto häufiger besucht man die Online-Apotheke. Bemerkenswerter Weise sind diesbezüglich Frauen (63 Prozent) etwas aktiver als Männer (59 Prozent). Am stärksten nützt diese Option die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen (72 Prozent) gefolgt von den 60- bis 69-Jährigen (67 Prozent).

Interessanter Weise eher wenig genützt wird die auf mehreren Plattformen angebotene Möglichkeit, Ärzte online zu bewerten. 76 Prozent der Internetnutzer tun das nie. Auch online einen Arzttermin zu vereinbaren hat sich bisher nicht etabliert. 71 Prozent haben es noch nie versucht.

Die Untersuchung wurde vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Christian P. Hoffmann durchgeführt.

KK

Foto: Free-Photos, pixabay.com

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