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Magische Weihnachten

24. Dezember 2017 0 Kommentare
Glückszeitung.at-Autorin Evelyn Pammer widmet ihre Weihnachtsstory 2017 den kostbaren „Makromomenten der Liebe“.

Sehr  dicht ist es noch bei mir wenige Stunden vor Weihnachten – noch das Nötigste im Büro erledigen, Weihnachtsgeschenke besorgen, ja gar noch ausdenken, ein längst überfälliges Telefonat, ein längeres Gespräch, nichts vergessen beim Einpacken für die Weihnachtstage in der Heimat… Am Heimweg in der U-Bahn sitzt ein kleines fröhliches Mädchen mir gegenüber, vielleicht drei Jahre alt. Sie brabbelt fröhlich vor sich hin, spielt mit ihren Schühchen und schaut und lächelt mich immer wieder verschmitzt an. Ich lächle zurück und imitiere ihre Kopfbewegungen – wie könnte man auch anders bei so einem süßen Lächeln, das immer breiter und vergnügter wird. Wir steigen an derselben Station aus, ihr Papa nimmt sie auf den Arm und schlägt ihr vor, noch „Baba“ zu sagen, was sie bereitwillig macht. Während wir bei der Tür warten, dreht sie ihr blondes Lockenköpfchen in meine Richtung und sagt: „Wer bist du?“. Wir Erwachsenen schmunzeln und ich antworte mit meinem Namen und der Gegenfrage: „Und du?“ – „Lilli“, gluckst sie selbstbewusst. Wir wünschen einander Frohe Weihnachten und biegen in entgegengesetzte Richtungen ein.

Moment der Verbundenheit

Ein Mikromoment der Liebe, wie er im Buche steht. In meiner Ausbildung zur Mental- und Bewusstseinstrainerin bin ich Barbara L. Fredrickson begegnet, die diesen Begriff – Mikromomente der Liebe – geprägt hat. Liebe nicht verstanden als amouröse Beziehung, sondern als Moment der Verbundenheit und als solcher mit jedem möglich, sei es der freundliche Trafikant oder das fröhliche Mädchen in der Straßenbahn (mir Fremde) oder die Kollegin oder der Nachbar (mir Bekannte). Liebe ist Schwingung, die zwischen Menschen pulsiert. Liebe lebt in der Verbindung. Liebe überflügelt Einzelinteressen. Liebe ist erneuerbare Energie. Bei all der praktischen Entwicklung technischer Möglichkeiten des Austausches (WhatsApp, Facebook & CO.) bleibt das elementare menschliche Bedürfnis nach persönlichem Kontakt unumgänglich erhalten. Echte Verbundenheit fordert physische und emotionale Präsenz. Präsenz entschleunigt und erzeugt fast automatisch Momente der Achtsamkeit, i.e. im Augenblick, im Moment sein. Wir sind und bleiben darauf angewiesen, dass uns jemand / etwas berührt. Wenn man Gefühle nicht nährt, spürt und erkennt man sie irgendwann nicht mehr….

Insofern wünsche ich Euch gefühlvolle Weihnachten und unzählige Mikromomente – besser noch: Makromomente  – der Liebe!

Ich sage DANKE für Euer Interesse an meinen – hoffentlich glücksbringenden – Beiträgen im vergangenen Jahr! Wenn ich mir was wünschen darf zu Weihnachten, dann ist es die Verbundenheit mit Euch, die hoffentlich auch 2018 anhält.

AUCH DIE REDAKTION WÜNSCHT ALLEN LESERINNEN UND LESERN EIN FROHES, GLÜCKSBRINGENDES WEIHNACHTSFEST!

Grafik: Kokon-Art, pixabay.com

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