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Glücksarbeit

16. Februar 2018 0 Kommentare
Wie kann man Zufriedenheit, Glück und Erfolg bei der Arbeit erleben? Die (Un)Conference Freiräume will dazu wichtige Hinweise geben und „unheimlich viel Spaß“ machen.

Wenn man dem Volksmund Glauben schenkt, haben Glück und Arbeit nichts miteinander zu tun. Denn schon den Tafelklasslern erklären wir, dass mit der Schule der Ernst des Lebens beginnt und Arbeit hart sein muss. Auf der anderen Seite hat die Positive Psychologie festgestellt, dass Sinn, Engagement und positive Beziehungen wichtige Grundlagen für Glück und Lebenszufriedenheit sind. Aber was haben Glück und Arbeit mit der (Un)Conference Freiräume zu tun?

Dabei beschäftigt man sich mit neuen Arbeits- und Organisationsformen. Drei wichtige Dimensionen dafür sind:

  • Selbstorganisation – Wie werden Entscheidungen auf alle MitarbeiterInnen der Organisation verteilt?
  • Ganzheit – Was braucht es, damit Menschen mit all ihren Stärken, Schwächen und Potentialen von der Organisation gesehen werden?
  • Sinnorientierung – Wie kann eine Organisation im Außen sinnvoll wirksam sein?

In welcher Weise diese drei Dimensionen gelebt werden, hängt oft damit zusammen, wie glücklich Menschen in und mit ihrer Arbeit sind. Nehmen wir an, dass eine Mitarbeiterin unabhängig von ihrer Hierarchiestufe die Möglichkeit hat, eigene Ideen einzubringen und selbstständig umzusetzen, ohne dafür die Erlaubnis vom Vorgesetzten einholen zu müssen. Nehmen wir an, dass dabei ihre Talente und Ressourcen, sowie die Richtung in die sich ihre Organisation bewegt, berücksichtigt werden. All das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es keine Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben wird, oder dass sie ohne weiteres Unterstützung für ihre Idee findet. Doch die Möglichkeit, aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und selbstwirksam zu sein, ist eine ideale Voraussetzung dafür, Zufriedenheit, Glück und Erfolg bei der Arbeit zu erleben.

Freiräume

Für einige mag dieses Bild utopisch klingen, für andere ist es gelebte Praxis. Bei der Freiräume (Un)Conference wird Uwe Lübermann von Premium Cola über „das unmögliche Unternehmen“ sprechen, das ohne schriftliche Verträge, ohne Werbung und ohne Gewinne auf Kosten anderer wirtschaftet. Mehr als 30 Pioniere aus unterschiedlichsten Branchen, wie Miriam Schilling vom Outdoor-Ausstatter Vaude und Helmut Neuböck-Fink vom Software-Hersteller Haufe-Umantis werden erzählen, welche Wege sie ausprobiert und implementiert haben. In einem Open Space werden TeilnehmerInnen ihre Erfahrungen austauschen und Fragen gemeinsam bearbeiten.

„Freiräumer“ Christian Moser beschreibt die Veranstaltung so: „Die (Un)Conference dreht sich nicht nur inhaltlich um Selbstorganisation, Ganzheit und Sinn, sie ist auch nach diesen Prinzipien gestaltet. Teilnehmen heißt also gleich ausprobieren. Das macht Sinn – und unheimlich viel Spaß!“

Freiräume (Un)Conference 11. und 12. Juni 2018 – optionaler Workshop-Tag am 13.  Juni, Seifenfabrik Graz

Anmeldung und Infos: http://freiraeume.community

Manuela Grundner

Foto: PublicDomainPictures, pixabay.com

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