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Jung und zufrieden

23. Februar 2018 0 Kommentare
Österreichs Jugendliche sind im internationalen Vergleich am zufriedensten mit ihrem derzeitigen Lebensstandard, haben aber große Zukunftsängste. Dies geht aus einer großen Studie hervor.

Bei der jüngsten IPSOS Studie, die in Österreich und weiteren 23 Ländern durchgeführt wurde, hat man Jugendliche im Alter zwischen 16 und 22 Jahren –  oft „Generation Z“ genannt – unter die Lupe genommen. Die insgesamt 18.000 jungen Leute wurden zu ihrer Lebenseinstellung, zur finanziellen Situation, dem Einkaufsverhalten und ihren Zukunftsperspektiven befragt

Die größte Überraschung dabei: Die österreichische Jugend ist im internationalen Vergleich Spitzenreiter bei der Beurteilung des eigenen Lebensstandards. 82 Prozent gaben an, damit sehr zufrieden oder zufrieden zu sein. Der internationale Wert fällt mit 49 Prozent viel geringer aus. Allerdings ist die „Generation Z“ der Alpenrepublik mit ihren Erwartungen für eine zukünftige soziale und finanzielle Sicherheit alles andere als optimistisch. Weniger als die Hälfte (43 Prozent) meinen, dass sie – im Vergleich mit der Elterngeneration – genug Geld haben werden, um gut zu leben. Nur 27 Prozent glauben an einen sicheren Job in der Zukunft.

Wie sich bei der Studie zeigte, werden für die jungen Leute Karriere und Besitz zunehmend unwichtiger. Besitz werten lediglich 38 Prozent als Indikator für Erfolg. Und eine große Mehrheit (83 Prozent) erklärte, dass für sie eine gute Work-Life Balance wichtiger ist als die Karriere.

Regionale Produkte

Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass österreichische Jugendliche in der genannten Alterskategorie die regionale Herkunft von Produkten im internationalen Vergleich am wichtigsten ist. 76 Prozent gaben an, dass sie grundsätzlich bereit wären, mehr für ein Produkt auszugeben, wenn es aus ihrer Region stammt. Damit liegt man weit über dem internationalen Durchschnitt von 57 Prozent. Außerdem erklären 42 Prozent, vor allem Biolebensmittel zu essen.

Auch eine Rückkehr zu traditionellen Werten zeichnet sich ab. 74 Prozent der Befragten meinten, dass Tradition ein wichtiger Teil der Gesellschaft sei. Allerdings sind Religion und Glaubens nur noch für 38 Prozent der österreichischen Jugendlichen wichtig, was knapp über dem internationalen Durschnitt von 35 Prozent liegt.

AZ

Foto: Pixaline, pixabay.com

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