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Für die Psyche

23. März 2018 0 Kommentare
Gefährliche Entwicklung einer berüchtigten Glücksbarriere: Seit mehr als einem Jahrzehnt haben die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen drastisch zugenommen.

Laut dem aktuellen Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK-Gesundheit in Deutschland hat sich die Zahl der damit zusammenhängenden Krankheitstage von Versicherten seit dem Jahr 2006 mehr als verdoppelt. Auch der Anteil am Krankenstand, sei – so heißt es – alarmierend: Mit mehr als 17 Prozent lagen die psychischen Erkrankungen zuletzt erstmals an zweiter Stelle. Nur Erkrankungen am Muskel- und Skelett-System (22,2 Prozent) verursachten noch mehr Krankschreibungen.

Längere Arbeitsausfälle aufgrund von psychischen Erkrankungen – Stichwort Burnout – sind nicht nur ein harter Schlag für die betroffenen Mitarbeiter, sondern auch eine erhebliche finanzielle Belastung für die Unternehmen. Nach Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sollen bis zum Jahr 2030 alleine die dadurch verursachten Kosten bei rund 32 Milliarden Euro liegen.

Tipps

Hier einige Tipps zum Thema an die Adresse von Führungskräften von Giovanni Sciurba von GS Consult – einem großen  Beratungsunternehmen, das auf Perspektivenwechsel spezialisiert ist – für eine gesunde Psyche:

  • Durch eine Optimierung der Arbeitsabläufe mit klaren Tätigkeitsbeschreibungen lässt sich das Stressempfinden der Mitarbeiter reduzieren.
  • Ein bewusster Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln – wie zum Beispiel ein Verzicht auf E-Mails nach Feierabend – verringert den Druck bei den Beschäftigten
  • Bei Veränderungsprozessen im Unternehmen sollte stets offen und transparent kommuniziert werden, um die Mitarbeiter mitzunehmen.
  • Eine entscheidende Voraussetzung für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit ist die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch eine faire Gehalts- und Personalpolitik sowie Respektvoller Kommunikation auf Augenhöhe.
  • Eine wichtige Bedeutung für psychisches Wohlbefinden der Mitarbeiter hat die Einbindung in Entscheidungsprozesse.
  • Vorgesetzte sollten die Beschäftigten möglichst immer entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten, Stärken und Interessen einsetzen.
  • Das Definieren von persönlichen Zielen und Perspektiven in Entwicklungsgesprächen wirkt sich positiv auf die Leistungsbereitschaft aus.
  • Durch eine verantwortungsvolle Personalplanung sollte vermieden werden, dass Beschäftigte ständig an der Grenze ihres Leistungsvermögens arbeiten und viele Überstunden machen müssen.
  • Bei Konflikten sollte Führungskräfte stets ein offenes Ohr haben und gemeinsam mit den Betroffenen nach praktikablen Lösungen suchen.
  • Die Schaffung einer ausgewogenen Work-Life-Balance ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Leistungsbereitschaft, Loyalität und Motivation der Mitarbeiter langfristig gesichert wird.

KK

 

Foto: Geralt, pixabay.com

 

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