Forschung

Vergleichender Stress

23. April 2018 0 Kommentare
Eine britische Studie sorgt für pädagogische Aufregung: Selfies sind für Schulkinder ein akutes Sorgenthema! Es geht dabei um sozialen Druck in Sachen perfekte Figur.

Forscher der Universität Birmingham nahmen die Antworten von rund 1.300 befragten Teenagern zwischen 13 und 18 Jahren unter die Lupe, um deren Umgang mit Social-Media-Plattformen auszuloten. Dabei machte man gleich zwei interessante Entdeckungen. Erstens: Schon in diesem Alter gibt es bevorzugte Körperformen, die man als „schlank-üppig“ bezeichnet – die Kombination aus schlanker Taille und breiterer Sitzfläche. Dabei nimmt man vor allem Maß an gewissen Stars, deren Figuren diesem Trend entsprechen. Und zweitens: Selfie-Mania konzentriert sich vermehrt nicht allein auf Porträts, sondern auf Abbildungen des ganzen Körpers, was zu einem permanenten Vergleich zwischen eigener Wirklichkeit und Traumzielen führt.  Manche junge Leute setzt das offenbar – so die Wissenschaftler – psychisch erheblich unter Druck

Besonderen Stress dieser Art erzeugen – so heißt es – die Selfies von Gleichaltrigen. Daraus entsteht, wie die Forscher sagen, ein Gruppenzwang, der auch zu merkwürdigen Ritualen führt: Oft versucht man mit Bildbearbeitung nachzuhelfen oder auch mit anderen fotografischen Tricks – wie etwa vorteilhafte Perspektiven – zu arbeiten. Im eigenartigen Wettbewerb der Körper ist manchen also jedes Mittel recht.

AZ

Foto: Serendipityna, pixabay.com

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