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„Silver Gamer“

14. Juni 2018 0 Kommentare
Immer mehr Senioren finden ihr Glück in digitalen Spielen. Hinter dem Boom der sogenannten „Silver Gamer“ steht der Erfolg von Smartphones und Tablets.

Rund neun Millionen Menschen der Altersgruppe 50 plus spielen in Deutschland Computer- und Videospiele. „Entgegen der landläufigen Meinung stellen nicht die Kinder und Jugendlichen die größte Gruppe an Spielern. Mit einem Anteil von 25 Prozent sind stattdessen die Silver Gamer die größte Nutzergruppe“, erklärt Felix Falk, der Geschäftsführer des Verband der deutschen Games-Branche.

Ein Grund für den Boom der Silver Gamer ist die demografische Entwicklung, die frühen Gaming-Pioniere sind mit dem Medium älter geworden. Hinzu kommt, dass Tablets und Smartphones längst in vielen Senioren-Haushalten angekommen sind. „Während Konsolen oder Gaming-PCs für viele ältere Spieler zu teuer oder kompliziert zu bedienen erscheinen, lassen sich Spiele-Apps leicht installieren und ausprobieren. Dadurch hat sich der Zugang zu Spielen deutlich erleichtert“, sagt Jan Smeddinck, Gaming-Forscher am International Computer Science Institute in Berkeley.

Spieleklassiker

Besonders beliebt in der Altersgruppe 50 plus sind die digitalen Umsetzungen von analogen Spieleklassikern. Skat, Puzzle oder Kreuzwort-Rätsel stehen im App-Store genauso hoch im Kurs wie Sudoku oder Gedächtnistrainer. Das Interesse an Spielen bestätigt auch eine Studie der Stiftung Digitale Chancen, die die „Nutzung und dem Nutzen des Internets im Alter“ untersuchte. Die Forscher befragten dabei 300 ältere Menschen in 30 Senioren-Einrichtungen in ganz Deutschland. Sie bekamen für acht Wochen ein Tablet-Leihgerät mit vorinstallierten Apps, darunter Spiele wie „Angry Birds“ oder „Mah-Jongg“. Ein interessantes Ergebnis: Nach E-Mails, Navigation und Fahrplänen landeten Spiele auf Platz vier der meistgenutzten Funktionen. Knapp die Hälfte aller Teilnehmer spielte regelmäßig.

Birk Grüling

Foto: Sabinevanerp, pixabay.com

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