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Dicke Luft im Auto

3. Juli 2018 0 Kommentare
Bei der Autofahrt ins Urlaubsglück wird viel zu oft auf das enorm wichtige Thema Raumluft vergessen, das speziell auf langen Reisen zum erheblichen Gesundheitsrisiko werden kann.

Die Experten von MeineRaumluft.at sind besorgt: „In der Sommerreisezeit verbringen viele Leute zahlreiche Stunden im Auto um an ihr Reiseziel zu gelangen. Doch nicht nur umsichtiges Fahrverhalten ist gefragt, sondern auch gute Luft im Inneren des Autos!“ Speziell die Lenker seien, heißt es, einer starken Belastung mit biologischen und chemischen Schadstoffen und darüber hinaus auch Klimaextremen ausgesetzt. Die Folgen: Unkonzentriertheit und schnellere Ermüdung erhöhen das Unfallrisiko.

Auch ein falscher Einsatz der Klimaanlage kann Probleme machen, die man nicht unterschätzen sollte. Die Ursache dafür: „Mehrere Menschen auf engstem Raum teilen sich ein relativ geringes Luftvolumen und damit kann vor allem bei schlecht gewarteten Klimaanlagen die Schadstoffkonzentration sehr schnell ansteigen. Gemeinsam mit extremen Außentemperaturen kann das zu wüstenähnlichen Klimafaktoren im Autoinneren führen“, sagt Experte Univ.-Prof. Joseph Strauss von der Universität für Bodenkultur in Wien (Institut für Angewandte Genetik und Zellbiologie).

Gebläse

Schadstoffe des Verkehrs – wie etwa Feinstaub oder Stickstoffdioxid – belasten, warnt man, auch das Fahrzeuginnere. Gerade beim Anfahren schnellen die Schadstoffwerte enorm in die Höhe und landen über das Gebläse und offene Fenster im Inneren des Fahrzeugs. Auch die Innenräume selbst können zu einer hohen Schadstoffbelastung beitragen. Die Rede ist in diesem Zusammenhang von so genannten polybromierten Diphenyletheren (PBDE), die als Flammschutzmittel in Kunststoffen angewendet werden oder von Weichmachern in PVC-Materialien wie Phthalate (Phthalsäurediester).

Die in Sitzbezügen, Lenkrad, Armaturen, Armlehnen und Kabelisolierungen vorkommenden Schadstoffe – sie sind zum Teil auch für den charakteristischen Geruch von Neuwagen verantwortlich – werden von den Insassen eingeatmet.

MeineRaumluft.at bietet wertvolle Tipps zu diesem Thema an:

  • Wenn möglich, solle man eine große Distanz zum Vorderfahrzeug lassen.
  • Am besten senkt man die Schadstoffbelastung, indem man die Fenster schließt und die Lüftung abstellt oder für kurze Zeit auf Innenzirkulation dreht.
  • Beim Parken eine Sonnenschutzblende auf der Innenseite der Frontscheibe platzieren. Die Hitze wird gesenkt, weniger Schadstoffe dünsten aus den Materialien in die Luft des KFZ Innenraumes.
  • Um Reisehitze zu bewältigen, muss nicht nur die Temperatur im Wagen stimmen. Viel aber nicht zu kaltes Wasser trinken, Pausen machen.
  • Nach längerem Rasten oder Parken in der Sonne zuerst lüften und mit dem Einschalten der Klimaanlage warten, bis sich die Armaturen etwas abgekühlt haben.
  • Ist die Lüftung ausgeschaltet, liegt die Belastung der Autoinnenluft an den Ampeln und im Stau weit unter jener der Außenluft.
  • Luftfilter-Leistung für den Innenraum überprüfen und die Klimaanlage reinigen lassen, da die Anlage mit der Zeit zur Schleuder für Schimmelsporen, Bakterien und Viren werden kann.

KK

Foto: Free-Photos, pixabay.com

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