Kunterbunt

Männer-Tränen  

10. Juli 2018 0 Kommentare
Die Fußball-Weltmeisterschaft hat ein ungewöhnliches Thema beflügelt: Es geht um die Frage, ob Männer – etwa nach schmerzhaften Niederlagen – weinen dürfen. Die Mehrzahl sagt „ja“.

Tränen in der Öffentlichkeit sind beim „starken Geschlecht“ weitgehend akzeptiert! Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Frauenzeitschrift tina. „Echte Männer weinen nicht“ – diese These hält nicht. Fast neun von zehn Befragten in Deutschland finden es in Ordnung, wenn es öffentlich vor Rührung aus den Augen plätschert. Wobei es kaum einen Geschlechterunterschied gibt. Mit 89 Prozent (bei Frauen) zu 84 Prozent (bei Männern) liegt man etwa auf gleicher Höhe der Akzeptanz.

In der Politik

Strenger sieht man die Sache im beruflichen Umfeld, im Geschäftsleben und in der Politik: Hier sind Tränen der Rührung oder Enttäuschung für fast jeden dritten Mann, aber auch für jede fünfte Frau gänzlich unangemessen. Man kennt sie auch kaum. Öffentlich weinende Manager oder Politiker sind sehr selten.

Wichtig ist die Frage, was denn überhaupt zu Tränen rühren kann. Die Top drei: Ein rührender oder besonders trauriger Film (62 Prozent), ein emotionales Musikstück (36 Prozent) und ein liebevolles Geschenk (32 Prozent). Lediglich 15 Prozent gaben an, bei herausragenden sportlichen Momenten, bei Sieg oder Niederlage, in einem Tränenbad zu versinken.

AZ

Foto: StockSnap, pixabay.com

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